Liebe Künstler*innen,
ich freue mich sehr, mich vorstellen zu dürfen und die Gelegenheit zu haben, euch während des Schwindelfrei-Festivals kennenzulernen, zu dem ich als „external eye“ eingeladen wurde.
Ich gehe dieser Begegnung mit großer Neugier und Offenheit entgegen. Ich freue mich sehr darauf, euch zuzuhören, eure Arbeitsweisen zu sehen und in eure unterschiedlichen Forschungsprozesse einzutauchen. Ich hoffe, Zeit mit euch in einem Raum und einer Zeit zu verbringen, die Resonanz findet, den Wegen zu folgen, die eure Arbeiten einschlagen, und eure Prozesse auf jede Weise zu unterstützen, die hilfreich sein könnte – sei es durch Gespräche, Reflexion, Beobachtung oder einfach dadurch, dass ich bei euren Fragen und Erkundungen präsent bin.
Ein wenig zu meinem eigenen Hintergrund und meiner Praxis:
Ich bin Saghar Hosseinpour. Meine Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von Tanz, Kino, Schnitt, Schreiben und Live-Performance. Durch diese Arbeit erforsche ich die Bedingungen der Sichtbarkeit von Körpern, die politischen Architekturen, die sie prägen, sowie die Formen des Entstehens, die sich zeigen, wenn etablierte Formen unzureichend werden.
In verschiedenen Kontexten wird meine Arbeit von der Achtsamkeit dafür geleitet, was in einer Situation notwendig wird. Ich beginne damit, mich auf einen Zustand einzulassen, so wie er sich darstellt, und schaffe Rahmenbedingungen, die unvorhergesehene Verschiebungen zulassen – dort, wo Kontrolle nachlässt, sich die Aufmerksamkeit neu ordnet und neue Beziehungsformen entstehen können.
Mein aktuelles Projekt ist ein offener Raum, in dem Echtzeitbearbeitung, fragmentiertes Schreiben/Erinnern, Wahrnehmung und räumliche Beziehungen zusammenfließen.
Mehrere Jahre lang war Teheran mein Zuhause, während ich im Rahmen meiner künstlerischen Arbeit ein nomadisches Leben in verschiedenen Kontexten und auf Reisen führte. Im Jahr 2022 zog ich dank eines Stipendiums nach Frankreich, um mein Masterstudium im Programm EXERCE am ICI – Centre chorégraphique national de Montpellier fortzusetzen, wo ich seitdem lebe.
Ich freue mich sehr darauf, jede*n von euch kennenzulernen, eure Welten zu entdecken und diesen Moment des Austauschs und der gemeinsamen Forschung mit euch zu teilen.
Mit herzlichen Grüßen,
Saghar
#
Dear artists,
I am very happy to introduce myself and to have the opportunity to meet you during the Schwindelfrei Festival, where I have been invited as external eye.
I am approaching this encounter with a lot of curiosity and openness. I am very much looking forward to listening to you, seeing your practices, and entering into your different research processes. I hope to share time with you in a space/time that resonates, to follow the paths your works are taking, and to support your processes in whatever way might be useful — whether through conversation, reflection, observation, or simply being present with your questions and explorations.
A little about my own background and practice:
I am Saghar Hosseinpour. My practice exists at the intersection of dance, cinema, editing, writing, and live performance. Through this work, I explore the conditions of visibility of bodies, the political architectures that shape them, as well as the modes of emergence that appear when established forms become insufficient.
Across different contexts, my work has been guided by an attentiveness to what becomes necessary within a situation. I begin by entering a condition as it presents itself, constructing frameworks that allow unforeseen shifts to occur — where control loosens, attention reorganizes itself, and new forms of relation can emerge.
My current ongoing project is an open environment where real-time editing, fragmented writing/memory, perception, and spatial relationships converge.
For several years, my base remained in Tehran, while I carried on a nomadic practice through different contexts and travels connected to my artistic work. In 2022, I moved to France through a scholarship to continue my Master’s degree in EXERCE at ICI – Centre chorégraphique national de Montpellier where i live ever since.
I am very much looking forward to meeting each of you, discovering your worlds, and sharing this moment of exchange and research together.
With warmth,
Saghar