Das Schwindelfrei Festival für Tanz, Theater, Performance+ ist Präsentations- und Vernetzungsplattform der freien Darstellenden Künste Mannheims und der Metropolregion Rhein-Neckar. Mit dem Schwindelfrei Festival präsentiert das Kulturamt Mannheim alle zwei Jahre aktuelle künstlerische Arbeitsweisen und Ausdrucksformen der Freien Szene. Schwindelfrei öffnet Räume für künstlerische Prozesse, initiiert einen Austausch zwischen den lokalen und überregionalen Szenen, sucht Verbindungen in die Nachbarschaften und zum Publikum der Stadt und der Region.
Der thematische Bogen sowie die Auswahl der Künstler*innen-Gruppen liegt in der Verantwortung einer*eines Festival-Kurator*in / Kurator*innen-Teams. Das Festival arbeitet partnerschaftlich mit den Häusern der freien Szene Mannheims zusammen.
Das Kulturamt der Stadt Mannheim als Veranstalterin des Schwindelfrei Festivals teilt das Selbstverständnis der Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt.
Schwindelfrei ist mit dem EFFEA-Label 2024 und 2026, Europas Qualitätssiegel für herausragende Kunstfestivals, ausgezeichnet.
Schwindelfrei 2026
Für das Schwindelfrei Festival 2026 übernehmen Melanie Mohren und Bernhard Herbordt als Kurator*innen Team die künstlerische Leitung.
Die Künstler*innen sind eingeladen, sich im Rahmen der Residenzen mit dem Thema „Hier bleiben – Räume und Praktiken eines neuen Miteinanders“ zu beschäftigen. Damit sucht das Schwindelfrei Festival 2026 nach Orten, Arbeitsweisen und Begegnungen, die zum Bleiben, zum Neubeginn und zum gemeinsamen Dialog einladen. Im Fokus des Festivals stehen Verbindungen zwischen den Künsten, Institutionen und Nachbar*innenschaften, Orte des Gesprächs, des Erinnerns sowie der Vorstellungskraft einer anderen Zukunft.
Festivalbesucher*innen erhalten Einblicke in die Arbeit der teilnehmenden Residenz-Künstler*innen. Ein Gastspiel, eine Revue des Austauschs, eine wachsende Ausstellung, Konzerte, Workshops, Diskussionen und weitere Formate ergänzen das Programm.
Das Schwindelfrei Festival ist ein Projekt des Kulturamtes der Stadt Mannheim. Partnerhäuser des Festivals sind das EinTanzHaus, das Theaterhaus G 7, das Theater Felina-Areal, zeitraumexit, Community Art Center, laboratorio17 sowie die Galerie Maquis Mami Wata.
Schwindelfrei 2026 findet vom 09. bis 12. Juli 2026 in Mannheim statt
Das Schwindelfrei Festival feiert die Freien Darstellenden Künste Mannheims und der Metropolregion Rhein-Neckar! Verortet jenseits fester Theaterstrukturen steht die Freie Szene für experimentelle und kollaborative Arbeitsweisen, kritische Reflexion des Bestehenden, vielfältige Stimmen – und lädt das Publikum ein, Gegenwart gemeinsam neu zu denken.
Das braucht es heute mehr denn je!
Unsere Gegenwart steht unter Druck: Globale und lokale Krisen greifen die gesellschaftliche Vielfalt an – in ihren Perspektiven, Themen, Körpern, Ökosystemen und Künsten. Was kann Kunst in solchen Zeiten? Unter dem Arbeitstitel „Hier bleiben – Räume und Praktiken eines neuen Miteinanders“ versammelt das diesjährige Festival künstlerische Positionen, die mit klarer Haltung auf eine von Krisen geprägte Welt blicken und neue Formen von Solidarität, Dialog und Zusammenarbeit erproben – zwischen Künsten, Institutionen und Nachbar*innenschaften.
Die Künstler*innen des Festivals besuchen, erschaffen und imaginieren Räume, für die es sich zu bleiben lohnt. Orte des Gesprächs, des Erinnerns, der Vorstellungskraft. Und sie formulieren dabei Voraussetzungen, wie es wieder möglich wird, Zukunft zu denken, bleiben zu können: auf Bühnen, in Theatern, Nachbar*innenschaftstreffs, auf Straßen und Plätzen.
Das Schwindelfrei Festival ist ein Festival im Prozess. Das Herzstück bilden sechs Residenzen. Mit Schwerpunkten auf interdisziplinäre Arbeitsformen und Kooperationen zwischen künstlerischen und nicht künstlerischen Initiativen. Ergebnisoffen bieten sie den Künstler*innen im Vorfeld des Festivals Raum für ihre Recherchen. Während des Festivals werden experimentelle Arbeitsprozesse für das Publikum erlebbar und (Zwischen-)Ergebnisse präsentiert. An den Orten ihres Entstehens, in Theatern, Vereinsräumen, Ladenlokalen und auf den Wegen dazwischen. Hierbei geht es weniger um fertige Aufführungsformate als vielmehr um die Frage, wie ein künstlerischer Prozess geteilt und darüber in Austausch getreten werden kann. Für das Publikum bietet sich die einmalige Gelegenheit, bereits in ihrem Entstehen Einblicke in neue künstlerische Arbeiten zu gewinnen; für andere Künstler*innen bietet sich die Chance, Arbeitsweisen der Kolleg*innen näher kennenzulernen und künftige Kompliz*innenschaften einzugehen.
Die Schlussphase der Residenzen und das Festival selbst werden begleitet von der Choreografin und praxisorientierten Forscherin Saghar Hosseinpour sowie dem Choreografen und Philosophen Michael Turinsky. Beide unterstützen die Residenzprozesse mit ihren ganz eigenen Expertisen, treffen andere Künstler*innen und Zuschauer*innen in 1-zu-1-Gesprächen, intervenieren in den Verlauf des Festivals oder zeigen eigene Arbeiten.
Dabei folgt das gesamte Festivalprogramm einer gemeinsamen Suchbewegung: Warum und wofür lohnt es sich zu bleiben? Unter welchen Voraussetzungen ist es überhaupt möglich, zu bleiben? Und was bleibt nach einem Festival wie Schwindelfrei?
So werden abschließend auch alle Erfahrungen und Strategien des Bleibens in einer künstlerischen Konferenz komprimiert und geteilt: als performatives Wörterbuch (von „a“ wie „anhalten“ bis „z“ wie „zuhören“), als eine Revue des Austauschs, als eine Feier des Dialogs.
Schon an den Festivaltagen davor bieten unterschiedliche Begegnungsformate Raum für Austausch, Anlässe zum früher Ankommen und länger Bleiben. Mit den Festivalmacher*innen, den Künstler*innen, beteiligten Initiativen, Zuschauer*innen und vielen anderen. Beim Eisessen, in Netzwerktreffen, 1-zu-1-Gesprächen, Jubiläumsfeiern, Workshops, vor dem Radio und in einem wachsenden Archiv der Freien Darstellenden Künste in Mannheim. Damit hier bleiben, sich verbinden und vernetzen, voneinander lernen und füreinander Sorge tragen zur kollektiven Superkraft werden kann!
Wir freuen uns auf euch!
Melanie Mohren und Bernhard Herbordt